Das Further Volkstheater im Frühjahr 2018

 Paul in der Krise

von Toni Lauerer


Landwirt Paul hat auf dem Feuerwehrfest einen über den Durst getrunken und seine Gattin Martha in der Bar schwer beleidigt. Zu allem Überfluss hat er auch noch die in der Bar anwesende hübsche Praktikantin Claudia zur Ableistung des Praktikums auf seinen Hof eingeladen. Am nächsten Tag hat Paul Kopfschmerzen, weiß aber nicht mehr so recht, was sich eigentlich abgespielt hat.

Die gekränkte Martha rächt sich, indem sie ihren verdutzten Paul tags darauf schlichtweg ignoriert. Die Versöhnung gestaltet sich extrem schwierig, da sowohl Nachbar und Junggeselle Alois als auch Nachbarin und Witwe Moni Einfluss auf  Paul und Martha nehmen und jedem der Streithähne raten, bloß nicht nachzugeben. Zwei Feriengäste bringen ein ordentliches Durcheinander in die ohnehin schon sehr verfahrene Situation. Für das totale Chaos sorgt aber der sowohl schwerhörige als auch schlitzohrige Opa, der das Geschehen stets aufmerksam von seiner Ofenbank aus verfolgt und entsprechend kommentiert. Damits euch besser auskennts lests unten weiter den Prolog des Hans:

"Ja, griaß Gott miteinander! Ihr werds mi ned kenna. I bin da Hans. Obwohl i gar koan Enkel hob, bloß an Buam. Des is da Paul. Und dem sei Wei, des is d’Martha. Eigentlich is d’Martha a bravs Wei, owa ab und zu is ja a jeds Wei grantig und weils koa Kinder hod, lassts holt dann ihren Zorn am Paul aus. Guat, er is koa Heiliger, owa eigentlich a anständiger und fleißiger Bauer. Ab und zu hod er a Räuscherl, owa wer hod des ned. Und irgendwer muaß ja des viele Bier trinka, sunst wird’s Bier sauer und da Wirt aa.

I hobs schee, weil i hob vor fünf Johrn beschlossen, dass i ganz schlecht hör und dass i a bisserl verkalkt bin. Seitdem hob i mei Ruah.Dass i ned schwerhörig und zwirt bin, des woaß bloß i und da Hansi. Des is da Neffe vo da Martha. Der kimmt im Sommer immer und hilft beim Heign und der is schwaar in Ordnung, owa leider a weng schüchtern. Wer eam ned kennt, der kannt glatt moana, er is a Lalle. A Oma gibt’s nimmer. De wart scho seit 8 Johrn im Himmel aaf mi. Owa de is des gwöhnt, weil wias no glebt hod, hods aa oft aaf mi wartn miaßn.

Feriengäste hamma aa im Summer, Preißn praktisch. De helfa beim Heign, bis eana da Dreg owerinnt und zahln no dafür! Owa mei, aso sans holt, de Preißn, do konnst nix macha.Ab und zu kimmt da Alise vorbei, des is unser Nachbar aaf da linkn Seitn, bester Freund vom Paul und Junggeselle. Rechts wohnt d’Moni, da Martha ihra beste Freindin. De hod koan Mo mehr, owa sunst is gsund.So Leit, jetza kennts eich einigermaßen aus bei uns."